Nachtrag: Artikel in „Das Parlament“ und einige Kontroversen

Unter dem Titel „Die Super-Schufa“ hatte die Wochenzeitung des Bundestags 2019 einen Artikel in ihrer Sonderausgabe zu China veröffentlicht. Im Anschluss kam es zu Kontroversen

In ihrer Sonderausgabe zur Volksrepublik China hat die Wochenzeitung des Deutschen Bundestags, „Das Parlament„, einen Artikel von mir bestellt und gedruckt.

Die Sonderausgabe zu China erregte im Nachhinein Kontroversen. Zum einen wurde der Titel („American Dream in China“) kritisiert, ein anderer Kritikpunkt war der, dass die zu dieser Zeit in Hongkong stattfindenden Proteste kaum erwähnt wurden. Diese beiden Punkte wurden etwa von der Berliner Morgenpost angesprochen.

Auch ich wurde angesprochen, wie ich unter diesem Titel in dieser Ausgabe hätte schreiben können. Daher wollte ich nicht nur die Veröffentlichung, sondern auch ein paar Hintergründe dazu schreiben.

Vielen nicht veröffentlichenden Menschen ist nicht bewusst, dass es Autor:innen oft weder möglich ist, über die Titel ihrer Artikel zu bestimmen, noch, dass sie wissen, wer noch zu welchen Themen veröffentlicht. Titel werden meist von anderen festgelegt und als Autor:in hat man eventuell ein Mitsprache oder Ablehnungsrecht. Im Falle einer konsequenten Ablehnung kann aber auch die gesamte Veröffentlichung abgelehnt werden.

Das Parlament lehnt z.B. das Gendern ab und hat meinen Artikel dahin „korrigiert“. Natürlich hätte ich aus verschiedenen Gründen ablehnen können. Es ist ein Dilemma, in dem Autor:innen und Journalist:innen stecken. Konsequenz ist wichtig – leider kann man von ihr nicht leben.

Insgesamt sieht man die gesamte Arbeit, wenn es sich nicht um die Veröffentlichung einer Monografie handelt, in den meisten Fällen erst nach der Veröffentlichung.

Und selbst wenn es sich um eine Monografie handelt, wird der Titel und oft auch die Einleitung von anderen gesetzt und der gesamte Text von anderen verändert – es ist also nicht so leicht mit den Veröffentlichungen und der Konsequenz.